Agentur für Arbeit

Kernaufgabe der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitsförderung. Die Leistungen der Arbeitsförderung werden von den örtlichen Agenturen für Arbeit erbracht und richten sich auch gezielt an Menschen mit Behinderungen.
  • In § 187 des SGB IX ist geregelt, welche Aufgaben die Agentur für Arbeit bei der beruflichen Integration schwerbehinderter Menschen hat.
  • Die örtlichen Agenturen für Arbeit schlagen den Unternehmen geeignete (schwer-)behinderte Bewerber zur Stellenbesetzung vor und begleiten deren berufliche Eingliederung.

Die Bundesagentur für Arbeit gliedert sich in 3 Ebenen:

  • die Zentrale in Nürnberg auf der oberen Verwaltungsebene
  • die Regionaldirektionen auf der regionalen (mittleren) Verwaltungsebene
  • die Agenturen für Arbeit mit ihren Geschäftsstellen auf der örtlichen Ebene

Die örtlichen Agenturen für Arbeit sind die Stellen, die im Verhältnis zum einzelnen Bürger vor allem die Aufgaben der Arbeitsförderung wahrnehmen. Dazu gehören auch die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen nach SGB IX in Verbindung mit SGB III.

Berufliche Integration schwerbehinderter Menschen: Hier ergeben sich für die Agenturen für Arbeit zusätzliche Aufgaben. Nach § 187 Absatz 1 SGB IX sind dies unter anderem:

Spezielle Vermittlungsteams: Zur Durchführung dieser Aufgaben sind bei den Agenturen für Arbeit spezielle Vermittlungsteams für Menschen mit Behinderungen eingerichtet. Zuständig ist jeweils die Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der schwerbehinderte Mensch seinen Wohnsitz hat. In enger Zusammenarbeit mit dem örtlichen Arbeitgeber-Service werden Unternehmen zu allen Fragen rund um betriebliche Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen beraten. Den Unternehmen werden geeignete (schwer-)behinderte Bewerber und Bewerberinnen zur Stellenbesetzung vorgeschlagen und deren berufliche Eingliederung bedarfsorientiert mit entsprechenden Fördermaßnahmen begleitet und unterstützt.

Die Agenturen für Arbeit sollen ratsuchende Jugendliche und Erwachsene mit deren Einverständnis ärztlich und psychologisch untersuchen beziehungsweise begutachten lassen, soweit dies für die Feststellung der Berufseignung oder Vermittlungsfähigkeit notwendig ist.

Für erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind die Jobcenter zuständig. Ausgenommen hiervon ist die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen (sogenannte Rehabilitanden). Auch die Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen und die Durchführung des Anzeige- und Mehrfachanrechnungsverfahrens werden ausschließlich von den Agenturen für Arbeit durchgeführt. Schwerbehinderte erwerbsfähige Leistungsberechtigte werden von den Jobcentern betreut.

Die Jobcenter sind grundsätzlich für die berufliche Beratung von Jugendlichen zuständig, wenn sie Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft sind. Die Jobcenter können diese Aufgabe auf die Agenturen für Arbeit im Rahmen lokaler Vereinbarungen übertragen. Die Berufsorientierung in Schulen wird von den Agenturen für Arbeit durchgeführt.

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