Arbeitspsychologie

Anders als bei der Arbeitsmedizin stehen bei der Arbeitspsychologie psychische Gesichtspunkte bei der Arbeit im Fokus. Ihr geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, aber auch darum, bei welchen Tätigkeiten Arbeitnehmer ihre Fähigkeiten optimal einsetzen.

Die Arbeitspsychologie befasst sich mit den Wechselbeziehungen zwischen den Arbeitsanforderungen, den individuellen Fähigkeiten, Interessen und den psychischen Faktoren beim Arbeitnehmer wie zum Beispiel Motivation, Konzentration oder Entschlusskraft. Außerdem untersucht die Arbeitspsychologie, inwieweit Arbeitsanforderungen und -bedingungen psychische Störungen (mit) auslösen können (Prävention).

Die Arbeitspsychologie entwickelt Eignungs- und Einstellungstests, mit deren Hilfe ermittelt werden soll, an welchen Arbeitsplätzen und bei welchen Tätigkeiten Arbeitnehmer ihre Fähigkeiten bestmöglich einsetzen können (Profilmethode). Je nach Art oder Schwere der Behinderung kann dabei auch eine individuelle psychologische Untersuchung und Beratung erforderlich sein.

Weitere Arbeitsfelder sind psychologische Methoden der Mitarbeiterführung sowie die Untersuchung zwischenmenschlicher Beziehungen am Arbeitsplatz und ihrer Rückwirkungen auf das Arbeitsergebnis. Hierbei spielen die Formen der Belästigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie speziell das Mobbing und die Möglichkeiten, wie man ihnen im Betrieb beziehungsweise in der Dienststelle entgegenwirken kann, eine große Rolle.

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