Bergmannsversorgungsschein

Dieser Versorgungsschein ermöglicht in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Saarland einen besonderen Schutz für Bergleute, die nach längerer beruflicher Tätigkeit nicht mehr oder nur eingeschränkt Untertagearbeit ausüben können.

Wegen der besonderen Belastungen, die der bergmännische Beruf mit sich bringt, besteht in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Saarland für Bergleute ein besonderer Schutz, wenn sie nach längerer Tätigkeit ihre Untertagearbeit nicht mehr ausüben können. Dieser Schutz ist in den jeweiligen Landesgesetzen über einen Bergmannsversorgungsschein enthalten und dem Schwerbehindertenrecht (Teil 3 SGB IX) zum Beispiel beim Kündigungsschutz nachgebildet. Bei der Veranlagung zur Ausgleichsabgabe werden Inhaber des Bergmannsversorgungsscheines auf einen Pflichtarbeitsplatz angerechnet (§ 158 Absatz 5 SGB IX), auch wenn keine Schwerbehinderung oder Gleichstellung gegeben ist. Einen Bergmannsversorgungsschein können Bergleute erhalten, die mindestens 5 Jahre unter Tage gearbeitet haben und aus gesundheitlichen Gründen vorbeugend zum Arbeitsplatzwechsel aufgefordert worden sind.

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