Berufliche Weiterbildung

Es gibt unterschiedliche Formen der beruflichen Weiterbildung, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen.
  • Ist die Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungsmaßnahmen behinderungsbedingt nicht möglich, kann die Maßnahme zum Beispiel an einem Berufsförderungswerk durchgeführt werden.
  • Eine finanzielle Förderung ist auch im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben durch das Integrationsamt möglich.

Berufliche Weiterbildung, auch als Fortbildung bezeichnet, dient dazu, berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erhalten, zu erweitern, der technischen Entwicklung anzupassen oder einen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen (vergleiche Berufliches Fortkommen).

Es gibt folgende Formen der Weiterbildung:

  • Anpassungsfortbildung: zum Beispiel wenn wichtige Zusatzqualifikationen benötigt werden, damit der bisherige Beruf weiter ausgeübt werden kann.
  • Umschulung: zum Beispiel wenn im Verlauf eines Berufslebens eine Behinderung auftritt und deshalb der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann und ein neuer Beruf erlernt werden muss.
  • Aufstiegsweiterbildung: zum Beispiel wenn man seinen Beruf nur dann weiter ausüben kann, wenn man in der Lage ist, im Betrieb eine verantwortliche Position zu übernehmen. Hierzu zählen etwa Aufstiegslehrgänge in der Wirtschaft oder Laufbahnlehrgänge im öffentlichen Dienst.

Sofern im Rahmen der Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben die Teilnahme an allgemeinen Weiterbildungsmaßnahmen wegen Art und Schwere der Behinderung nicht möglich ist, kann die Maßnahme in einer besonders auf die Bedürfnisse behinderter Menschen ausgerichteten Einrichtung, zum Beispiel in einem Berufsförderungswerk (BFW), durchgeführt werden. Die Zuständigkeit und die Voraussetzungen für die Leistungen zur Teilhabe richten sich nach den für den jeweiligen Rehabilitationsträger (§ 6 SBG IX) geltenden Leistungsgesetzen.

Im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben können auch Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten für schwerbehinderte Menschen gefördert werden (§ 185 Absatz 3 Nummer 1e SGB IX in Verbindung mit § 24 SchwbAV).

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