Berufskrankheiten

Berufskrankheiten sind in der Berufskrankheiten-Liste aufgeführt. Wer von einer Berufskrankheit betroffen ist, kann durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung Leistungen erhalten.
  • Die in der Berufskrankheiten-Verordnung/-Liste aufgeführten Kriterien sind die Entscheidungsgrundlage zur Anerkennung.
  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sollen frühzeitig feststellen, ob bei einer Person ein Risiko einer Berufskrankheit besteht, um Präventionsmaßnahmen einzuleiten.

Wenn die Entstehung einer Krankheit als Folge der beruflichen Tätigkeit erwiesen ist, wird sie durch die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften [BG]) unter bestimmten Voraussetzungen als Berufskrankheit anerkannt. Wie Arbeitsunfälle werden Berufskrankheiten entschädigt (§ 9 SGB VII), zum Beispiel durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und/oder finanzielle Entschädigung. Als Berufskrankheiten gelten Erkrankungen, die durch Einwirkungen verursacht werden, denen Berufstätige durch ihre Arbeit in erheblich höherem Maße ausgesetzt sind als die übrige Bevölkerung. Die Kriterien, was das konkret heißt, hängen von der Art der Erkrankung und der Einschränkung (zum Beispiel Berufsaufgabe) ab. Erkrankungen, die als Berufskrankheiten anerkannt werden können, sind in der Berufskrankheiten-Liste (BK-Liste) als Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) aufgelistet.

Andere als die in der Berufskrankheiten-Liste aufgeführten Erkrankungen (sogenannte berufs- oder arbeitsbedingte Erkrankungen) fallen nicht unter die Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung. Deren Träger sollen jedoch im Einzelfall auch dann eine Krankheit entschädigen, wenn sie nicht in der Berufskrankheiten-Liste aufgeführt ist; Bedingung ist jedoch, dass nach neuen Erkenntnissen die sonstigen Voraussetzungen für eine Berufskrankheit erfüllt sind.

Zu Beschäftigungen, die Berufskrankheiten hervorrufen können, dürfen nur Personen herangezogen werden, gegen deren Einsatz keine arbeitsmedizinischen Bedenken bestehen. Auch aus diesem Grund sind entsprechende Vorsorgeuntersuchungen (zum Beispiel durch den Betriebsarzt) vorgeschrieben.

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