Peer Counseling

Wohl niemand kennt die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung besser als diese selbst. Diese Beratungsmethode setzt daher auf Beratung von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung.
  • Seit dem 01.01.2018 wird mit der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB)“ ein Netz an Beratungsstellen aufgebaut, durch das eine frühzeitige Beratung zu Teilhabeleistungen erfolgen soll.

Mit Peer Counseling ist in einem allgemeineren Sinne die Beratung von Menschen mit Behinderungen durch Menschen mit Behinderungen gemeint. Sie erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Beratung durch Menschen, die bereits ähnliche Lebenserfahrungen gemacht haben, von den ratsuchenden Menschen oftmals als sehr hilfreich erlebt wird.

Im Rahmen der Behindertenhilfe wird das Peer Counseling im engeren Sinne von der Selbsthilfe, insbesondere der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) als Dachverband der Zentren für selbstbestimmtes Leben, fachlich stark geprägt. Es wurden inhaltliche Standards definiert und Qualifizierungen zum Peer Counselor und zur Peer Counselerin entwickelt.

Mit der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung nach § 32 SGB IX wird seit dem 01.01.2018 ein Netz an Beratungsstellen aufgebaut, durch die bereits im Vorfeld der Inanspruchnahme von Teilhabeleistungen über diese informiert und beraten werden soll. Bei der Förderung dieser Beratungsstellen soll insbesondere die Beratung von Betroffenen für Betroffene berücksichtigt werden. Die Förderung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung erfolgt aus Bundesmitteln und ist zunächst bis zum 31.12.2022 befristet.

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