Technische Arbeitshilfen

Damit die behinderungsbedingten Nachteile ausgeglichen werden, haben schwerbehinderte Menschen zusätzliche Rechte nach dem SGB IX. Um diese in Anspruch nehmen zu können, muss die Behinderung festgestellt und nachgewiesen werden.
  • Als Maß für die körperlichen, geistigen und seelischen Beeinträchtigungen sowie sozialen Auswirkungen gilt der Grad der Behinderung (GdB).
  • Schwerbehindert ist generell, wer einen GdB von mindestens 50 hat.
  • Die Feststellung erfolgt durch das Versorgungsamt beziehungsweise die nach Landesrecht zuständige Behörde.

Technische Arbeitshilfen für behinderte Menschen sollen vorhandene Fähigkeiten fördern, das Leistungsvermögen nutzen, unterstützen und gleichzeitig schützen, aber auch fehlende Fertigkeiten zumindest teilweise ersetzen. Ziel ihres Einsatzes ist es,

  • bei bestimmten Behinderungen die Arbeitstätigkeit zu ermöglichen,
  • die Arbeitsausführung zu erleichtern, das heißt Arbeitsbelastungen zu verringern und
  • die Arbeitssicherheit zu gewährleisten.

Ein Stück Selbstständigkeit

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Technische Arbeitshilfen kommen als Einzelmaßnahme der behinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung vor (zum Beispiel als orthopädischer Bürostuhl). Sie sind aber meist Bestandteil einer umfassenden ergonomischen und behinderungsgerechten Gestaltung des Arbeitsplatzes und seines Umfelds. Über ihren Einsatz wird mithilfe der Profilmethode entschieden.

Die Beratung der Arbeitgeber, der behinderten Menschen und des betrieblichen Integrationsteams über den Einsatz technischer Arbeitshilfen ist eine Schwerpunktaufgabe der Technischen Beratungsdienste der Integrationsämter und der Rehabilitationsträger.

Für die Beschaffung technischer Arbeitshilfen sind vorrangig die Rehabilitationsträger zuständig (vergleiche § 49 Absatz 8 Nummer 4 und § 50 Absatz 1 Nummer 3 SGB IX). Das Integrationsamt kann im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben Finanzielle Leistungen aus der Ausgleichsabgabe gewähren. Die Bezuschussung erfolgt je nach Einzelfall entweder an den schwerbehinderten Menschen selbst (§ 19 SchwbAV) oder an seinen Arbeitgeber (§ 26 Absatz 1 Nummer 3 SchwbAV).

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