Überstunden

Grundsätzlich sind auch schwerbehinderte Arbeitnehmer verpflichtet, Überstunden zu machen. Das gilt jedoch nicht, wenn sie Mehrarbeit bedeuten, also über die gesetzlich zulässige Arbeitszeit von 8 Stunden werktäglich hinausgehen.

Überstunden liegen vor, wenn die für das konkrete Arbeitsverhältnis im Arbeitsvertrag beziehungsweise einer Betriebsvereinbarung festgelegte oder tariflich geltende regelmäßige betriebliche Arbeitszeit überschritten wird. Der Arbeitgeber kann mit dem Betriebsrat beziehungsweise Personalrat eine vorübergehende Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit aus zwingenden betrieblichen Gründen vereinbaren. Die Zahl der gesetzlich zulässigen Überstunden ist im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) festgelegt.

Für die Ableistung von Überstunden wird in der Regel eine Überstundenvergütung als Zuschlag zur Grundvergütung (vergleiche Arbeitsentgelt) gezahlt. Überstunden können aber auch in Freizeit ausgeglichen werden. Nur wenn Überstunden zugleich Mehrarbeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes sind, kann der schwerbehinderte Beschäftigte verlangen, von ihnen freigestellt zu werden (§ 207 SGB IX).

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