Versetzung

Ein Beschäftigter wird versetzt, wenn er auf Dauer einen geänderten Aufgabenbereich zugeteilt bekommt. Bei jeder Versetzung eines schwerbehinderten Arbeitnehmers muss die Schwerbehindertenvertretung hinzugezogen werden.
  • Im Beamtenrecht wird der Begriff etwas anders ausgelegt als in der freien Wirtschaft.
  • Von Versetzung spricht man unabhängig davon, ob sie innerhalb eines Betriebs erfolgt, ob sie eine Änderung des Arbeitsvertrags erfordert oder ob sie durch den Betriebsrat mitbestimmungspflichtig ist.

Wechsel mit Folgen

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Nach allgemeinem Arbeitsrecht ist eine Versetzung jede personelle Maßnahme, durch die einem Arbeitnehmer ein anderer Aufgabenbereich für eine längere Zeit zugewiesen wird. Dabei spielt es für den Begriff der Versetzung keine Rolle, ob es sich um eine Versetzung innerhalb des Betriebs handelt, ob die Versetzung eine Änderung des Arbeitsvertrags (Arbeitsverhältnis) notwendig macht oder ob es sich um eine Maßnahme handelt, die der Mitbestimmung durch den Betriebsrat unterliegt. Versetzung ist stets nur die tatsächliche Veränderung des Arbeitsbereichs. Die Begriffe Versetzung und Umsetzung sind in der Privatwirtschaft weitgehend deckungsgleich und nicht genau voneinander abgrenzbar (siehe auch Direktionsrecht und Änderungskündigung).

Im Bereich des Beamtenrechts wird unter der Versetzung die dauernde Zuweisung einer neuen Tätigkeit unter Verlust der bisherigen Stelle, verbunden mit dem Wechsel der Dienststelle, verstanden. Die Umsetzung ist der Wechsel innerhalb einer Dienststelle auf eine andere Stelle.

Jede Versetzung eines schwerbehinderten Menschen ist eine Entscheidung des Arbeitgebers, bei der gemäß § 178 Absatz 2 SGB IX die Schwerbehindertenvertretung zu beteiligen ist.

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